Azubi- und Schülerforen

Unter dem Titel das „Das EJP in der Schule“ veranstaltet das EJP bundesweit zwei- bis dreitägige Parlamentssimulationen in deutscher Sprache für Schüler*innen und Azubis ab der 9. Jahrgangsstufe direkt an Schulen. Das Hauptziel unserer Veranstaltungen liegt darin, bundesweit möglichst viele Jugendliche für europapolitische Themen zu sensibilisieren. Ehrenamtliche Moderator*innen des EJP bereiten hierfür komplexe Themen für die Schüler*innen und Azubis verständlich auf um diese in Gruppen zu diskutieren und anschließend Lösungsansätze zu erarbeiten.

Das EJP kooperiert meist mit mehreren Schulen vor Ort, um in jeder Region möglichst vielen Schüler*innen und Azubis verschiedenster Schulformen die Teilnahme an unserer Veranstaltung zu ermöglichen. „Das EJP in der Schule“ richtet sich insbesondere an Schüler*innen und Schulformen, die das EYP mit seinem nationalen Auswahlprozess noch nicht erreichen konnte.

Ablauf

Wie die meisten unserer Veranstaltungen unterteilen sich die Azubi- und Schülerforum in drei Abschnitte. Angeleitet durch erfahrene Moderator*innen des EJP beginnt die Sitzung mit dem so genannten Teambuilding, einem gruppendynamisches Kommunikationstraining. Hierdurch soll der Austausch zwischen den Schüler*innen und Azubis gefördert werden, um eine angenehme und konstruktive Atmosphäre zu erschaffen.

Anschließend folgt die Ausschussarbeit, in der die Teilnehmenden angeleitet durch Moderator*innen in Gruppen, so genannten Ausschüssen, Lösungsansätze für ein aktuelles europapolitisches Thema erarbeiten. Die Teilnehmenden entwicklen dabei eigene Visionen und Ideen. Am Ende der Ausschussarbeit steht dann eine selbst erarbeitete Resolution.

Der Höhepunkt ist die parlamentarische Vollversammlung. Die Schüler*innen und Azubis haben hier nicht nur die Möglichkeit ihre Resolutionen vor den anderen Ausschüssen zu präsentieren, sondern verteidigen diese auch gegen Kritik. Die Schüler*innen erleben dadurch wie schwierig, aber auch zufriedenstellend und gewinnbringend ein meinungsbildender Prozess verlaufen kann.

Was passiert auf den Veranstaltungen des Europäischen Jugendparlaments?

Vor der Sitzung entscheiden sich alle Teilnehmenden, in welchem der neun thematischen Ausschüsse sie gerne mitwirken möchten. Die Sitzungen bestehen anschließend aus drei Teilen: Teambuilding, Ausschussarbeit und der Parlamentarische Vollversammlung. An den Abenden können alle bei einem abwechslungsreiches Rahmenprogramm die anderen Teilnehmenden besser kennenlernen und den Sitzungsort entdecken!

Teambuilding

Während eines gruppendynamischen Kommunikationstrainings (Teambuilding) treffen sich die Delegierten in ihren Gruppen, um sich besser kennenzulernen. Angeleitet von erfahrenen Moderator*innen aus unserem Netzwerk werden auf spielerische Art und Weise Hemmungen abgebaut, Vertrauen und Teamgeist geschaffen. Neben dem Spaß wird die gemeinsame Konsensfindung und Problemlösung geübt und die Teilnehmenden für Gruppenprozesse sensibilisiert.

Kennenlernspiele Übungen zur Problemlösung

Ausschussarbeit

In der Ausschussarbeit (Committee Work) erarbeiten die Teilnehmenden in ihren Ausschüssen eine gemeinsame Resolution zu einem aktuellen, kontroversen Thema. Dabei tauschen die Ausschussmitglieder ihr Wissen und Argumente aus. Der Prozess der Konsensfindung wird von den Ausschussmoderator*innen unterstützend begleitet. Jeder Teilnehmende trägt seine eigene Meinung und Ideen zur Resolution bei.

Wissensaustausch Ist-Analyse Erarbeitung der Lösungsansätze

Parlamentarische Vollversammlung

Während der parlamentarischen Vollversammlung (General Assembly) debattieren die Delegierten ihre erarbeiteten Resolutionen nach parlamentarischen Regeln. Die Jugendlichen präsentieren ihre Positionen im Plenum und tragen damit Gedanken zu den anderen ausgearbeitete Resolutionen bei. Zu guter Letzt wird es spannend: Alle Delegierten stimmen über die Ergebnisse der Ausschussarbeit ab.

Verteidigung der Resolution Abstimmung durch die Delegierten

Ergebnisse unserer Arbeit

Als informelles Bildungsprojekt von Jugendlichen für Jugendliche, steht bei unseren Veranstaltungen der Austausch und die Debatte im Vordergrund. Dank der gemischten Ausschüsse mit Schüler*innen und Azubis unterschiedlicher Schulformen entstehen vielseitige und intensive Diskussionen, die neue Perspektiven auf bekannte politische Themen zulassen.

Durch eine systematische Vorbereitung und die intensive Auseinandersetzung der ausgewählten Themen zeigen die inhaltlichen Diskussionen der Schüler*innen und Azubis in den Ausschüssen wie auch die Resolutionen ein gutes Sachverständnis in häufig vollkommen unterrichtsfremden Themenbereichen. Die Teilnehmenden eignen sich neues Wissen an und erleben Politik hautnah.

Neben der Debatte erleben viele Jugendliche bei unseren Veranstaltungen zum allerersten Mal persönlich einen demokratischen Entscheidungsprozess und halten eine eigene Rede vor dem Plenum der parlamentarischen Vollversammlung.

Wir bieten Schüler*innen und Azubis auch nach unsere Veranstaltung die Möglichkeit sich weiterhin beim EJP zu engagieren und an einer Sitzung in Deutschland oder einer der über 600 Veranstaltungen in ganz Europa teilzunehmen. Gerne geben wir Hilfestellung zur Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung.

Voraussetzungen

Grundsätzlich steht unser Programm allen Schulformen offen, besonders zur Bewerbung ermutigen möchten wir aber berufsbildende Schulen sowie Schulen in geographisch abgelegenen Regionen. Soweit wir für die Veranstaltung eine externe Finanzierung finden können, entstehen den Schulen keine Kosten, wir sind bei der Planung und Durchführung aber auf ihre Kooperation angewiesen, insbesondere bei der Nutzung von Räumlichkeiten. Gerne beantworten wir Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch.

Anfragen können Sie über das unten stehende Kontaktformular an uns richten. Auch können Sie jederzeit mit den Mitarbeitenden des Europäischen Jugendparlaments in Kontakt treten, diese stehen Ihnen selbstverständlich für Rückfragen zur Verfügung.

Aktuell werden die Schülerforen durch eine Einmalspende der SKala-Initiative unterstützt.

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