Was ist eine Internationale Sitzung?

Die Internationalen Sitzungen sind die Aushängeschilder des European Youth Parliament (EYP) und werden dreimal im Jahr unter der Aufsicht des International Office des EYP veranstaltet. Die erste Internationale Sitzung fand 1988 in Fontainebleau, Frankreich statt. Seitdem versammelten sich über 10.000 Teilnehmende auf 88 Internationalen Sitzungen.

Mit über 300 Teilnehmenden aus knapp 40 Ländern und einer Veranstaltungsdauer von 10 Tagen sind sie die größten Veranstaltungen des internationalen Netzwerks und bedürfen somit erheblicher Vorbereitung. Neben den - von regionalen und nationalen Auswahlsitzungen - bekannten Sitzungselementen, wie dem gruppendynamischen Kommunikationstraining, der Ausschussarbeit und der parlamentarischen Vollversammlung, bietet eine Internationale Sitzung ihren Teilnehmenden eine Vielzahl von akademischen und kulturellen Reizen und Zusatzangeboten.

Nach wie vor steht die akademische Arbeit im Mittelpunkt unserer Veranstaltungen und wird durch erfahrene und sorgfältig ausgewählte Alumni des europäischen Netzwerks betreut.

Eine Internationale Sitzung stellt den Höhepunkt der nationalen Auswahlprozesse der 40 Vereine des EYP dar. Jeder Verein wählt eine Delegation aus, die das eigene Land international repräsentieren darf. Es ist eine Ehre an einer Internationalen Sitzung teilnehmen zu dürfen und wird von denjenigen genossen, die akademische Leistung, Kommunikationstalent und Teamfähigkeit unter Beweis gestellt haben. Folglich treffen auf diesen Veranstaltungen interessante Persönlichkeiten aufeinander, die sich mit anspruchsvollen Fragestellungen mit aktueller Relevanz auseinandersetzen und ein akademisch orientiertes Programm durchlaufen, das auch auf die persönliche Weiterentwicklung der Teilnehmenden zielt.

Dieses zeichnet sich beispielsweise durch Expert*innenformate und Begegnungsmöglichkeiten mit der lokalen Gesellschaft aus. In den meisten Fällen finden Internationale Sitzungen, wie auch die in Hamburg, an Standorten mit globaler Wichtigkeit statt. Solche Standorte bereichern die Erfahrung der Teilnehmenden nicht nur durch mögliche Kooperationen mit global vernetzten Unternehmen und wichtigen Institutionen, sondern auch durch ein kulturell und historisch wertvolles Ambiente, das den Kontext der Sitzung widerspiegelt.

Programm

Sitzungselemente

Teambuilding und EuroVillage

Zu Beginn des Programms werden die jungen Europäer*innen durch das Teambuilding (21. und 22. September 2019) gehen, das den Grundstein für intensive fachliche Diskussionen während der nächsten Tage legen wird. Um gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Motivation zu schaffen, wird jeder Ausschuss von erfahrenen Alumni des europäischen Netzwerks des EJP begleitet. Durch spielerische Problemlösungsaufgaben lernen die Jugendlichen sich selbst und die anderen besser kennen und eine Atmosphäre der erfolgreichen Zusammenarbeit zu schaffen.

Im Rahmen eines abendlichen europäischen Buffets präsentieren die Teilnehmenden dann im sogenannten EuroVillage die Traditionen und kulinarischen Spezialitäten ihrer Länder und Regionen. Am 21. September entsteht ein farbiger und interkultureller Abend, bei dem die jungen Delegierten nicht nur den Austausch durch Diskussionen erfahren, sondern auch ein gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Mentalitäten und Hintergründe entwickeln.

Eröffnungsfeierlichkeiten

Die Eröffnungsfeier am Morgen des 23. September 2019 markiert den Beginn der akademischen Arbeit der 91. Internationalen Sitzung in Hamburg. Ausgewählte Gäste präsentieren den Teilnehmenden das Oberthema der europäischen Erinnerungskultur. Hierfür werden neben den Schirmherren der Veranstaltung auch andere wichtige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie lokale und landesweite Presse eingeladen.

Ausschussarbeit mit Expert*innengesprächen

Die Arbeit der Ausschüsse vom 23. bis 25. September 2019 ist der Kern des akademischen Programms. Hier werden die Delegierten Resolutionen zu europäischen Themen in internationalen Gremien erarbeiten. Neben einer intensiven Analyse der historischen und aktuellen Situation ist eine fundierte Vorbereitung der Teilnehmenden durch unsere erfahrenen internationalen Alumni die Basis für die fachliche Diskussion. Für die Entwicklung gemeinsamer Ideen ist Kreativität und Überzeugungskraft gefragt. Die Argumente jedes*jeder Delegierten müssen in diesem Prozess der Kompromiss- und Entscheidungsfindung berücksichtigt werden. Der gemeinsame Standpunkt des Ausschusses wird in einer englischsprachigen Resolution formuliert, die den formellen Anforderungen des Europäischen Parlaments entspricht.

Diskussionen mit Expert*innen bilden ein zusätzliches wichtiges Element des akademischen Programms, das die Arbeit des Ausschusses ergänzt. In diesem Veranstaltungsformat erhalten die Delegierten die Möglichkeit, mit Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft über die Zusammenarbeit in Europa zu diskutieren und dabei wertvolle Informationen sowie Anregungen zu ihren Ausschussthemen zu erhalten.

Kulturelles Rahmenprogramm

Neben den täglich wechselnden inhaltlichen und kulturellen Abendprogrammpunkten, bietet der 26. September den Teilnehmenden Zeit, die Natur und Kultur Hamburgs und Norddeutschlands zu erleben. Die Jugendlichen reisen zur Veranstaltung zwischen wenigen und mehreren Stunden an, weshalb ihnen die Möglichkeit gegeben werden soll, den Veranstaltungsort und seine Geschichte kennenzulernen. Hierfür wird ein Programm mit diversen Aktivitäten erstellt, aus dem die Jugendlichen entsprechend ihrer Interessen auswählen können.

Am Abend treten außerdem ausgewählte Teilnehmende während des sogenannten EuroConcerts auf und präsentieren vor allem musikalische Beiträge.

Parlamentarische Vollversammlung

Die Parlamentarische Vollversammlung stellt den Höhepunkt der Sitzung dar. Dort werden die erarbeiteten Resolutionen nach dem Vorbild des Europäischen Parlaments vorgestellt und debattiert. Die Plenarsitzung folgt einer festgelegten Prozedur, die für jeden Ausschuss wiederholt wird. Sie beginnt mit dem Vorlesen der Fragestellung und der Vorstellung der Lösungsvorschläge, die vom jeweiligen Komitee verteidigt werden. Darauf folgen Angriffsreden durch Delegierte aus anderen Ausschüssen, die Kritik an der Resolution üben. Im Anschluss antwortet das vorstellende Komitee, was die Grundlage für die offene Debatte schafft. Es folgen mehrer Runden der offenen Diskussion, bei der Fragen, Kritik und Verbesserungsvorschläge geäußert werden. Nach jeder Runde bekommt das vorstellende Komitee die Möglichkeit auf die Punkte zu antworten. Nach der letzten Diskussionsrunde hält das vorstellende Komitee eine zusammenfassende Abschlussrede. Zum Schluss werden alle Delegierten gebeten entweder für oder gegen die Resolution zu stimmen.

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Hamburg - die größte Hafenstadt Deutschlands

Mit ca. 1,8 Mio. Einwohner*innen aus über 185 Staaten bietet Hamburg nicht nur eine vielfältige kulturelle Breite, sondern ist im gleichen Atemzug auch die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Die internationale Atmosphäre erreicht die Stadt neben der Bevölkerung auch durch den weltbekannten Hafen, der wirtschaftliche Verbindungen über den gesamten Globus ermöglicht. Nach Rotterdam und Antwerpen ist es der größte Hafen Europas und damit eine wichtige Anlaufstelle des kontinentalen Handels und formt gleichzeitig mit seinen Kränen und den Landungsbrücken eines der Wahrzeichen der Stadt. Das maritime Flair wird man am Besten während einer Hafenrundfahrt, auf der Straße oder auf dem Wasser, und mit einem Fischbrötchen in der Hand genießen können.

Das Bild der Stadt wird überwiegend durch Wasser geprägt, welches sich über das gesamte Stadtnetz erstreckt - ob nun die Elbe, die Alster oder die unzähligen Kanäle. Das Wasser wird von 2479 Brücken überspannt, womit Hamburg mehr Brücken als Amsterdam, London und Venedig zählt. Durch die großzügigen Grünanlagen und weitläufigen Parks wie Planten un Blomen oder den Jenischpark in Altona findet jede*r Hamburger*in 114 Quadratmeter Grünfläche, um dem hektischen Großstadtleben zu entfliehen. Kultur kann man vielerorts in Hamburgs diversen Museen, Theatern, Konzert- und Opernhäusern erleben. Das wohl bekannteste stellt die Elbphilharmonie dar: das neu errichtete Konzerthaus gilt neben dem beeindruckenden Klang auch als eines der wichtigsten Wahrzeichen der Hansestadt.

Auch wenn die Hamburger*innen im ersten Moment etwas kühler wirken können, hat man es hier mit humorvollen Menschen zutun, die die Gäste der Stadt mit offenen Armen empfangen. Sicherlich trägt das alles zur Lebensqualität der Menschen bei, weshalb Hamburg weiterhin zu den zwanzig lebenswertesten Städte weltweit gehört.


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The Schwarzkopf Foundation is the international umbrella organisation of the European Youth Parliament (EYP). EYP Germany is a National Committee in the EYP network.

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